Das N5GEH Projekt

Zur Umsetzung der Energiewende und der damit verbundenen Transition von einem zentralen hin zu einem dezentralen Energiesystem ist eine gezielte Initiative zur Einführung moderner Kommunikationsstrukturen im Bereich der dezentralen Energietechnik notwendig. Der National 5G Energy Hub hat daher das Ziel, Digitalisierungs- und Anwendungsroutinen zu schaffen, um Nutzer in die Lage zu versetzen, neue Technologien für die Energiewende zu entwickeln. Der National 5G Energy Hub adressiert dabei insbesondere die Anwendung von modernen Kommunikationstechnologien zur Einbindung von Sensorik und Aktorik zur Erbringung von energietechnischen Dienstleistungen.

Forscher aus dem Gebiet des Maschinenbaus, der Elektro- und der Kommunikationstechnik bündeln ihr Know-how und starteten am 1. Mai 2018 an der TU Dresden gemeinsam das Großforschungsprojekt „National 5G Energy Hub“. In Kooperation mit der RWTH Aachen und ausgewählten Industriepartnern wurde in den ersten 2 Jahren (Projektphase 1) daran gearbeitet, den 5G-Mobilstandard für Anwendungen in der Energietechnik, mit speziellem Bezug zur Gebäudeenergietechnik, nutzbar zu machen.

Im Rahmen er ersten Phase des Projekts wurde eine grundlegende softwaretechnische Struktur erarbeitet, die die wesentlichen Elemente der Datenerfassung, Datenübertragung sowie der Datenspeicherung und Datenvisualisierung umfasst. Hinsichtlich der Datenerfassung und -organisation wurde eine skalierende Lösung in Form einer Cloud-Plattform umgesetzt.

Die Funktionalität der Plattform wurde anhand von vier Use Cases, die das Gebäude, das elektrische Netz als auch ein gesamtes Quartier betrachten, evaluiert. An jedem Use Case wurde die Funktionalität von 5G und weiterer bekannter funkbasierter Technologien gespiegelt.

Die ab 01.01.2021 gestartete Phase II des Projektes hat zum Ziel, die bestehende Software-Plattform strukturell und funktionell weiter zu entwickeln. Die bestehenden Use Cases sollen fortgeschrieben werden und es soll eine gezielte Erweiterung um weitere Use Cases aus Satellitenprojekten erfolgen. Hierbei spielen Aspekte der Sicherheit und des Qualitätsmanagements der Software eine wichtige Rolle.

Die Einreichung von Skizzen für Satelittenprojekte kann im Rahmen des Förderaufrufs „Kommunikationstechnologien für die Energiewirtschaft“ erfolgen. Informationen hierzu sind unter https://www.energieforschung.de/antragsteller/foerderangebote/komteche ersichtlich.